Ablauf einer Notfallkonsultation

08.06.21 - Anleitung für NF Eintritte (LUKS NF KI Pool) verlinkt (Informationen über zugewiesene Patienten)

04.03.21 - Hinweis auf onkologische Patienten in der Intensivtherapie direkt auf die Abteilung kommen, und sonst ganz normal als Notfall über den Notfall eintreten eingefügt

21.01.21 - Top 4 wörtlich angepasst und Zuständigkeiten nach Dienstschluss Spätdienst INS expliziert

11.11.20 - "Mich Zuweisen" und Erstkontakt erst wenn man unmittelbar zum Patienten geht

Inhaltsverzeichnis

Autor: Dr. med. A. Donas (INS)
Version: 01/2021

Konsultationen: Dos and Don'ts

Grundsätzlich entscheidet jeder Assistenzarzt selber, welche Patienten er mit einem Oberarzt besprechen oder ihm zeigen möchte. Das gilt sowohl tags- als auch nachtsüber. Auf Wunsch eines AA wird jeder Patient besprochen.

Folgende Patienten müssen dem/der Dienstoberärzt*in (24/7) vorgestellt werden:

  • Säuglinge < 3 Lebensmonate
  • zugewiesene Patienten*
  • hospitalisationsbedürftige Patienten
  • vor der Durchführung von Konsilien (chir oder med), Sonographien und schnittbildgebenden Verfahren
  • vor Narkoseeingriffen
  • Kinderschutzpatienten
  • bei Problemen im Umgang mit Patienten oder deren Angehörigen
  • alle aussergewöhnlichen Vorfälle
  • Patienten mit den "Top 4" kinderchirurgischen Notfällen:
    • Hodenschmerzen / Akutes Skrotum
      • Klinik und Sono obligat
      • Hinzuziehen OA KiChi immer bei unklarer/unsicherer Diagnose
    • Bauchschmerzen / Akutes Abdomen
      • bei V.a. Appendizitis (insb. Zuweisung)
      • unklare abdominelle Symptomatik bei Patienten jünger als 3 Monate
      • akute Unterbauchschmerzen beim Mädchen
      • bei St.n. abdominellen Eingriffen
    • V.a. septische Arthritis / Osteomyelitis
      • bei klinisch-diagnostischer Unsicherheit
    • Hüftaffektion
      • wenn nicht sicher Coxitis fugax

 

*Zugewiesene Patienten: Hier hilft die Liste NF Eintritt, wo die Anmeldeinformationen drinstehen. Wenn Du diese Liste nicht siehst lässt Du Dich hinzufügen. Ganz einfach, so gehts.

Nach Dienstschluss Spätdienst Kaderärzt*in INS gilt obengenannte Regelung entsprechend für die Hintergrunddienste: Es empfiehlt sich, mit dem pädiatrischen Dienstoberärzt*in vorgängig abzuklären, ob er oder sie über unkomplizierte Aufnahmen wie z.B. Bronchitis oder Gastroenteritis informiert werden möchte.

Chirurgische Patienten werden entsprechend in der Nacht direkt mit dem diensthabenden Kinderchirurg*in besprochen.

Im Zweifelsfall soll informiert werden!

Sich Zuweisen zu Patienten

Damit die Übersicht über den Status aller anwesenden Patienten für alle involvierten Mitarbeiter gewahrt bleibt gilt folgende Regel:

  • Sich selber dem Patienten zuweisen und Arztkontakt erst bei unmittelbar bevorstehendem physischen Erstkontakt (also erst, wenn man direkt zum Patienten geht).

Triageinformationen

Alle Patienten (ausser geplante Nachkontrollen) werden nach ATS triagiert und eine pflegerische Anamnese wird erhoben. Es werden situativ Vitalwerte kontrolliert und erste therapeutische (z.B. Analgesie) und diagnostische (z.B. Anmeldung Röntgenbilder) Entscheide nach Protokoll gefällt.

JedeR ist dafür verantwortlich, die Konsultation mit den entsprechend schon vorliegenden Informationen zu beginnen.

Übrigens: Mit dem Kurzbefehl .ATS1 können die Triageinformationen als Text in die Notiz gezogen werden

Schockraum Kispi/LUKS

Bei Anmeldung eines potentiell schwer kranken Kindes erfolgt ein kurzes telefonisches Assessment des AZ und der Vitalparameter (gemäss Checkliste). Dies gibt Anlass mit dem Zuweiser ggf. Sofortmassnahmen oder den Zuweisungsmodus zu besprechen und auf dem Notfall die nötigen Vorbereitungen zu treffen.

Hierbei zu beachten:
Schockraumkonzept

Notfallausweise

Wir haben einen speziellen Ordner "Notfallausweise" für Kinder, welche in irgendeiner Form ein vordefiniertes Prozedere oder spezifische Risikofaktoren mitbringen (z.B. Stoffwechselnotfälle, Epileptiker usw). Er ist alphabetisch geordnet und wird aktuell gehalten. Bei bekannten Kindern soll dort aktiv nachgeschaut werden:


W:\Ki-Lu\Pädiatrie\Patienten\Notfallausweise INS

Verordnungen

In der Quicklist finden sich die am häufigsten verwendeten Verordnungen. Ausserdem werden durch die Benützung der Verordnungen, welche sich in der Quicklist befinden, potentielle Fehler (und Umwege) vermieden.

Eine elektronische Verordnung ersetzt nicht die mündliche Information an den Verordnungsempfänger, sei dies die zuständige Pflege, die Radiologie, der Konsiliardienst etc.

Im Zweifelsfall soll immer eine zusätzliche Person hinzugezogen werden, sei dies die zuständige Pflege, eine andere Stationsärztin oder der Oberarzt.

Zuweisungen in andere Sprechstunden

Wenn es um Nachkontrollen geht, welche nach Austritt stattfinden sollen, werden diese elektronisch getätigt ohne eine zusätzliche mündliche Information.

Seit dem 8.4.2020 gilt dies auch für das Gipszimmer / Ambulatorium Kinderchirurgie (Stellungs- und Wundkontrollen etc.):

Anmeldung Sono Nieren

Bei allen Kindern, unabhängig vom Alter, soll nach der ersten Episode einer Pyelonephritis eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden:

Praktisches Vorgehen:

  1. Macht Kinderarzt*in selbst Ultraschall und kann dies übernehmen? ODER
  2. Interne Anmeldung Ultraschall (So machst Du es richtig)

Spezielle Patientengruppen

Onkologische Patienten

  • NUR Patienten in der Intensivtherapie Eintritt direkt auf die Abteilung
  • Ausserhalb Intensivtherapie: ganz normal als Notfall über den Notfall eintreten